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Das neue Buch

von Monika Rieder

Eine Kollegin hatte mir eine Ankündigung mit einer Begleitnotiz auf den Schreibtisch gelegt. Damit begann im Jahre 2007 ein Prozess, aus dem sich diese Arbeit entwickelt hat.

Intuitiv hatte ich, basierend auf den Interessen in meiner Kindheit, als Erwachsene vor allem in Krisen und Umbruchzeiten auf all diese kreativen Möglichkeiten des Ausdrucks, der Entspannung und der Strukturierung zurückgegriffen. Ich konnte im kreativen Tun meiner Seele Nahrung geben, meine Fantasien leben und Bedürfnisse benennen, neue Wege des Umgangs finden und Verwirrungen einer Klärung zuführen.

Durch die Ausbildung zu Integrativen Kunsttherapeutin bot sich mir schließlich die Möglichkeit, diese Räume und Potenziale auf einer neuen, erweiterten Basis zu erfahren.

Die Herausforderung von uns allen besteht darin, das Leben nach den eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen ausgewogen zu gestalten, mit sich selbst sorgsam umzugehen und sich kreativ auszudrücken.

Dieses Buch soll Menschen Mut machen und sie anregen, all ihre Kräfte und inneren Anteile willkommen zu heißen, sich Zeit zu geben für Heilung und Sanftheit, zu ihrer Kraft zu stehen und sich entschlossen für das eigene Wohl sowie das Wohl anderer einzusetzen.

Es zeigt Beispiele und Möglichkeiten auf, wie Menschen in einem geschützten Rahmen ihre Ressourcen erkennen, benennen, erhalten und stärken können. Integrative Gesundheitsförderung mit kreativen Medien führt die Menschen zurück an die Wurzeln ihrer angeborenen kreativen Fähigkeiten. Sie schafft gesunde Alternativen und kann zu hoher Lebensqualität und Heilungsprozessen beitragen, die wir in einer Gesellschaft in der Kälte, Überforderung, Leistungsdruck und in der Folge Entfremdung produziert werden dringend brauchen. 

Wir brauchen das kreative, heilsame Miteinander, um gemeinsam zu finden und zu werden.

Mehr Frau, mehr Mann, mehr Mensch.

Warum Sie dieses Buch lesen sollten!

Pflege und Soziales

Menschen die in sozialen Berufen tätig sind sind täglich "Gebende", die mit einer Vielzahl von menschlichen Schicksalen konfrontiert sind. Deshalb ist es besonders wichtig, dass sie auf die eigene Gesundheit und das eigene Wohl achten. Die im Buch beschriebene integrative Kreativarbeit bietet den Raum, um die eigenen Stärken und die Lebensfreude zu erhalten und neue Möglichkeiten zu entdecken, um Belastendes zu verarbeiten. So lernen Menschen in Sozialberufen, das gestärkt weiterzugeben, was sie selbst erfahren und kreativ ausgedrückt haben. Besonders in dieser herausfordernden Zeit der Gesundheitskrise ist es wichtig einen kontinuierlichen Ausgleich zu schaffen, der als langfristige Stärkung in Einrichtungen als selbstverständliches Angebot etabliert werden sollte.

Bildung und Schule

In den Bereichen Bildung und Schule findet die Gesundheitsförderung mit kreativen Medien in erster Linie in der Stärkung des Lehrpersonals Anwendung, welches sich täglich um die Förderung und das Wohl von Kindern und Jugendlichen bemüht. Damit diese verantwortungsvolle Aufgabe gut erfüllt werden kann, brauchen Menschen in Lehrberufen für sich selbst den kreativen Ausdruck und Ausgleich. Sie profitieren von der Arbeit mit kreativen Medien sowohl persönlich als auch beruflich. Letzteres besonders dort, wo es aufgrund verstärkter Digitalisierung darum geht, Räume der Ruhe und Kreativität zu schaffen, Persönlichkeit und Empathie zu stärken und aufgrund eigener Stärke und einer ausgeglichenen Lebenskunst, Vorbilder für ihre Schützlinge darin zu sein, wie gutes Leben aussehen kann.

Arbeit und Wirtschaft

Auch im Unternehmen und am Arbeitsplatz gilt Gesundheitsförderung als wichtiger Faktor. Die Förderung von Konzentration und Durchhaltevermögen sowie die Fähigkeit, Situationen kreativ zu gestalten sind Voraussetzung für Motivation und Freude an der eigenen Tätigkeit. Die im Buch dargestellten Möglichkeiten stärken all diesen Fähigkeiten und unterstützen die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen. Hierbei handelt es sich um eine für den Arbeitsalltag besonders wichtige Ressource, denn eine gute und kollegiale Atmosphäre macht den Arbeitsplatz zu einem Ort von entspannter Leistungsfähigkeit. Seine eigenen Grenzen zu respektieren und sich vor der Überforderung durch Medien und anderen Überlastungen zu schützen sind wichtig um fehlende Sinnstiftung und innere Kündigungen zu vermeiden.

Persönlichkeitsbildung

Auch der oder die Einzelne profitieren vom kreativ integrativen Gesundheitscoaching. Das Buch beschreibt, wie individuell oder in der Gruppe geklärt werden kann, an welchem Punkt des privaten oder beruflichen Entwicklungsweges die jeweilige Person steht und in welchen Lebensbereichen behutsam Umstrukturierungen sinnvoll und gewünscht sind. Mit dem Ziel dass der eigene Weg nicht nur zielorientiert, sondern mit immer mehr Lebensfreude und persönlicher Genugtuung beschritten werden kann. Hierfür gilt es sorgsam mit den eigenen Kräften umzugehen, sich Zeit zu geben auch für Spass, Humor, Freude und Spielen. Eine Balance zu finden zwischen Ehrgeiz, Lust an Leistung und Erfolg und unseren Bedürfnissen als emotionale und seelische Wesen, das ist Lebenskunst und ein lebenslang spannendes Abenteuer.​

Monika

Der Werdegang

Geboren als 13. Kind der Bergbauernfamilie Rieder am Kuglerhof hat Monika früh gelernt flexibel, kreativ und mit Ausdauer an die Herausforderungen des Lebens heranzugehen. Schon als Kleinkind entwickelte sie gute Antennen für Menschen und Situationen, dafür bot die Großfamilie ein gutes Übungsfeld. Was es brauchte waren Wachheit, Vielseitigkeit und Schnelligkeit.

Schon früh entdeckte Monika ihre Liebe für Sprache, Bilder und Musik. Frisch eingeschult, trug sie freudestrahlend ihr erstes Buch aus der Steinhauser Dorfbibliothek mit nach Hause: „Der Elefant und die Maus“. Die Faszination lesen und schreiben zu können eröffnete ihr…

Geboren als 13. Kind der Bergbauernfamilie Rieder am Kuglerhof hat Monika früh gelernt flexibel, kreativ und mit Ausdauer an die Herausforderungen des Lebens heranzugehen. Schon als Kleinkind entwickelte sie gute Antennen für Menschen und Situationen, dafür bot die Großfamilie ein gutes Übungsfeld. Was es brauchte waren Wachheit, Vielseitigkeit und Schnelligkeit.

Schon früh entdeckte Monika ihre Liebe für Sprache, Bilder und Musik. Frisch eingeschult, trug sie freudestrahlend ihr erstes Buch aus der Steinhauser Dorfbibliothek mit nach Hause: „Der Elefant und die Maus“. Die Faszination lesen und schreiben zu können eröffnete ihr-trotz der Abgeschiedenheit am Bergbauernhof-die Welt. Sie liebte die Schule und das Lernen von allem Neuen und verbrachte so manche Nacht lesend unter der Bettdecke.

Nach der Pflichtschule im Ahrntal, besuchte Monika die kaufmännische Lehranstalt und absolvierte anschließend die Ausbildung zur Krankenpflegerin. Sie sammelte schnell Erfahrung in der Intensivpflege, der Hauskrankenpflege und als Unterrichtende in der Ausbildung von Pflegepersonal im Gesundheitsbezirk Bruneck.

1999 nahm Monika dann ihre Arbeit im Dienst für Abhängigkeitserkrankungen in Bruneck auf. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet sie dort in der Pflege und Beratung von Menschen mit Suchterkrankungen Neben der täglichen Arbeit, hat sie an mehreren innovativen Projekten im Bereich Suchtprävention und Gesundheitsförderung mitgearbeitet, und gleichzeitig ihre Vielseitigkeit in der Tätigkeit als ganzheitliche Masseurin, Pranatherapeutin und freie Künstlerin unter Beweis gestellt. Monika hat bereits einige Ausstellungen zu ihren Werken organisiert und fertigt persönliche Charakterbilder gern auf Bestellung an.

Im Rahmen ihres zweiten Ausbildungsweges an der Europäischen Akademie für biopsychosoziale Gesundheit für Kreativitätsförderung und Naturtherapien am Fritz Pearls Institut am Beversee hat sie ihre Leidenschaft für die beraterische und therapeutische Anwendung von kreativen Medien vertieft und ihr Studium der Integrativen Kunsttherapie abgeschlossen. Seit zehn Jahren ist Monika als Integrative Kunsttherapeutin tätig und kombiniert diese Fähigkeiten mit der Arbeit als Supervisorin und integrative Coachin. Zusätzlich hat sie die Ausbildung zur Deeskalationstrainerin erfolgreich abgeschlossen und vermittelt ihr Fachwissen im Bereich Deeskalationsmangment.

Heute gilt ihr besonderes Interesse der kreativ-innovativen Verknüpfung von Beratung, Coaching und Supervision in Gruppen-und Einzelsettings in Verbindung mit der Ausdrucks- und Heilkraft von kreativen Medien und Natur.

Monika ist nicht nur überzeugte Frühaufsteherin, sondern auch genussvolle Bergsteigerin und Skifahrerin. Jeden Saunabesuch verbucht sie als erholsamen Kurzurlaub und bei all der Geschäftigkeit weiß sie um die Bedeutung der Stille und des Alleinseins. Denn dort findet sie Antworten auf die Fragen: Was? Wovon? Und Wieviel?

Das sagen Leser - Testimonials

Maria Elisabeth Rieder
Maria Elisabeth RiederSchwester und Landtagsabgeordnete
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Wenn Mensch mit Verstand allein nicht weiter kommt, Ratlosigkeit da ist und ich meine innersten Gefühle nicht in Worte fassen kann, dann kann ich immer noch zeichnen, malen und formen. Dann kommt das Wahre an die Oberfläche, ganz einfach, klar und mühelos. Es macht Spaß und gibt mir Ruhe.
Danke für diesen Zugang zu mir selbst, den ich mit Deiner Hilfe gefunden habe.
Siegfried Putz
Siegfried PutzMy Senso
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Monika Rieder überzeugt mit Ihrer ausgesprochen klaren Denkweise. Sie hat nicht nur Fachkenntnis, sondern auch die Gabe unterschiedliche Situationen schnell zu erkennen und lösungsorientiert zu handeln. Ihre Ziele verfolgt sie diszipliniert, und es überrascht mich immer wieder mit welch großer Begeisterung sie für das Wohl der Menschen eintritt. Manchmal mit Samtpfoten, manchmal aber auch die Krallen zeigend, unterstützt sie Privatpersonen, Teams und Unternehmen in deren Weiterentwicklung.
Barbara Nöckler
Barbara NöcklerBürgermeisterkandidatin der Gemeinde Ahrntal und Koordinatorin der Abteilung Gynäkologie im Krankenhaus Bruneck
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Ich habe Monika Rieder bei einer persönlichen Weiterbildung kennengelernt und mir war schnell klar, dass sie jemand ist, der aktiv zuhört und sein Gegenüber ernst nimmt. Mit ihrer offenen und lockeren Art vermittelt sie ein ein Wohlfühlgefühl, welches eine Öffnung einfach macht. Monika schafft es, die Menschen für deren eigenen Stärken zu sensibilisieren und den Fokus auf das Positive zu legen.
Hecher Maria
Hecher MariaBäuerin und Kräuterexpertin
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Die Gruppentreffen und die gemeinsame kreative Arbeit sind für mich ein sicherer Ort, an dem ich mich entspannen kann und Freude habe. Austausch und Kennenlernen, ein Platz, an dem ich alle meine schönen und auch belastenden Momente mitteilen kann und damit aufgefangen werde. Ich bestaune die Fähigkeiten meiner Gruppenkolleg*innen und erkenne meine eigenen Fähigkeiten besser. So wachsen der gegenseitige Ansporn und die Dankbarkeit.
Steinhauser Bernadette
Steinhauser BernadetteKinderpädagogin und Bäuerin
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Die gemeinsame kreative Arbeit ist für mich wichtig, da ich daraus Anregungen erhalte, eigene Ideen entwickeln und mich darüber austauschen. So fühle ich mich wohl mit dem, was ich für mich entscheide.Der kreative und gedankliche Ausdruck bedeuten für mich Freude und Herausforderung. Die Umsetzung von gemeinsamen Vorhaben bedeuten Anstrengung, Ablenkung von der Routine des Alltags und Konzentration auf ein gutes Gesamtbild.
Helmut Kritzinger
Helmut KritzingerBergführer
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Im Rahmen meiner Tätigkeit als Bergführer begleite ich seit 30 Jahren Menschen dabei, in der freien Natur mit neuen Herausforderungen und Möglichkeiten zu experimentieren. Monika’s Buch vermittelt Werkzeuge, um sich kreative und bewegungsorientierte in den Bereichen Gesundheit und Persönlichkeitsbildung weiterzuentwickeln. Ich freue mich darauf, die in diesem Buch beschriebenen Maßnahmen in meine tägliche Arbeit einzubinden und ein gemeinsames Angebot zu schaffen das Menschen fördert und mehr Raum für Spaß und Spiel auch ins Leben erwachsener Menschen bringt. Ein wenig Kind bleiben hält uns gesund.
Dr. Walter Amhof
Dr. Walter AmhofBezirksdirektor Gesundheitsbezirk Bruneck
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Nur gesunde und motivierte, gestärkte Mitarbeiter*innen sind in der Lage, ihre Patient*innen und Klient*innen „mit Gesundheit anzustecken“. Es ist mir ein persönliches Anliegen, meine Anerkennung Frau Monika Rieder und allen Menschen gegenüber zum Ausdruck zu bringen, welche die Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung unterstützen. Ich bedanke mich ganz herzlich und freue mich über das gelungene Werk.
Prof. Dr. Andreas Conca
Prof. Dr. Andreas Conca Psychiater und Leiter der Jugendpsychiatrie Südtirol
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„Kreativität wirkt heilsam“ ist ein Sachbuch von Monika Rieder und ist 2020 im Verlag Effekt erschienen. Inhaltlich wird das Pilot-Projekt zur Gesundheitsförderung namens AKU dargestellt. AKU, ein Akronym für Achtsamkeit, Klarheit und Umsetzung basiert auf 14 Heil- und Förderfaktoren der integrativen Gesundheitsförderung nach Petzold, dem Begründer der integrativen Therapie. In 10 strukturierten Modulen und mittels kreativen Medien und Methoden soll es dem Menschen, als ein Körper-Seele-Geist-Wesen, möglich sein, selbstwirksam und nachhaltig sein allgemeines Wohlbefinden zu fördern. Diese Sitzungen, darunter z.B. das Modul 2: „Ressourcenlandkarte erstellen“, oder das Modul 5: „Spannung, Entspannung, Regulation – kreatives Schreiben“ oder auch z.B. das Modul 8: „Gesunde Ernährung“, wurden qualitätsgesichert jeweils einer Gruppe von Mitarbeiter*innen aus dem Gesundheitswesen und einer Gruppe von Patient*innen mit Suchtstörung angeboten. Nach den Sitzungen konnte ein verstärktes Bewusstsein um die Komplexität der eigenen Gesundheit und des Standes in der Gemeinschaft nachgewiesen werden. Weiteres ergab sich in der Katamnese für die Angestellten eine gewonnene Zufriedenheit im Bereich phobische Angst und im Essverhalten, während die Pat*innen von einer deutlichen Verbesserungen des allgemeinen Gesundheitszustandes und der Lebenszufriedenheit berichteten. Diese qualitätsgesicherte prospektive Pilot-Untersuchung war Teil eines Gesamt-Projektes „Gesunder Betrieb“, welches den Grundlagen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) folgt und sich an europaweit anerkannten Qualitätskriterien der modernen Gesundheitsförderung orientiert. Ziel der BGF ist es, die Mitarbeiter*innen gesund und leistungsfähig zu erhalten. Das Sachbuch zeichnet sich durch seine flüssige, verständliche und menschennahe Sprache aus. Die offene, unmittelbare und deskriptive sogar narrative Darstellung von Hypothese, Methoden, Ergebnissen und Diskussionen sticht hervor. Die Autorin scheut nicht, „Ihr“ Projekt AKU in den persönlichen und familiären Hintergrund einzubetten. Ebenso achtsam und klar erzählt sie von den realen Alltagsschwierigkeiten und –widrigkeiten in der Umsetzung. Die relativ lange Anlaufzeit und die doch intensive Motivationsarbeit zeugen davon. In dieser historischen Zeit der Covid 19-Pandemie, in der Gesundheit auf ein körperliches und mono-institutionelles Phänomen reduziert wird, tragen die vielschichtigen und bedeutenden Botschaften aus der integrativen Therapie zur Entwicklung ökologischer valider Gesundheits- fördernder Projekte bei… und möge dabei die „Gesundheit selbst ansteckend sein“.
Prof. Dr.mult. Hilarion Petzold
Prof. Dr.mult. Hilarion Petzold
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Die betriebliche Gesundheit ist heute zu einem Schwerpunktthema der Arbeitswelt geworden, nicht nur wegen der hohen Kosten, die durch arbeitsbedingte Überlastung der Gesundheit von Mitarbeiter*innen und die dadurch verursachten Krankenstände entstehen – eine durchaus wichtige Perspektive –, sondern auch weil die Qualität der Arbeitswelt, die „Prozessqualität“ des Arbeitsgeschehens unmittelbare Rückwirkungen auf die Qualität der geleisteten Arbeit und die damit verbundene Wertschöpfung hat. Und wo es um Arbeit mit Menschen geht wie im Gesundheitswesen, in klinischen Feldern, in der Bildungsarbeit usw. ist diese Qualität von besonderer Wichtigkeit, weil sie Auswirkungen auf die Qualität unseres gesellschaftlichen Miteinanders hat. Wenn Menschen in den Dienstleistungen des öffentlichen Raumes über die Sachleistung hinaus einen engagierten zwischenmenschlichen Umgang erfahren, wird damit zur Humanität des gesellschaftlichen Lebens ein Beitrag geleistet, der gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Über die geldwerte Reduktion von Krankenständen, über die Entwicklung der fachlichen Qualität (etwa in Pflege, medizinischer Versorgung, Verwaltung usw.) geleisteter Arbeit, über die Steigerung der Arbeitszufriedenheit und des Zugehörigkeitsgefühls für den Betrieb hinaus werden durch die Forderung einer „ganzheitlichen“ Gesundheit für Patient/innen und ihre Angehörigen, für die Mitarbeiter/innen und ihre Familien und Freunde Qualitäten geschaffen, die in den gesellschaftlichen Raum ausstrahlen und für die Humanität unserer Gesellschaften wichtig werden, denn die brauchen wir für die Gesundheit unserer Gemeinwesen. Unter diesem Gesichtspunkt ist auch die Unterstützung dieser Buchveröffentlichung und des darin dargestellten Projektes durch Politik und Verwaltung als besonders begrüßenswert und weitsichtig zu sehen, denn es gilt auch für die Träger einer politischen Kultur, mit „komplexer Achtsamkeit.“ aufmerksam zu sein und zu bleiben, wo und in welcher Weise sie zur biopsychosozialökologischen Gesundheit ihres Gemeinwesens beitragen können. Den Einrichtungen des Gesundheits-, Bildungs-, Sozial- und Umweltbereichs kommt hier als Resonanzraumen (Rosa 2016; Petzold, Orth 2017a) besondere Bedeutung zu. Sie sind die Orte, wo Gesellschaften in ihre Gesundheit investieren können und müssen.
Dr.in Marianne Siller
Dr.in Marianne Siller Pflegedirektorin Südtiroler Sanitätsbetrieb
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Werte Leserinnen und Leserin, in diesem Buch finden Sie gleich zwei wertvolle Schätze: zum einen die Projektdokumentation und wissenschaftliche Aufarbeitung des AKU- Projektes, welches im Gesundheitsbezirk Bruneck im Bereich „Gesunder Betrieb“ und Integrative Gesundheitsförderung von der Pflegekoordinatorin Frau Dr.in Monika Rieder und dem Team des Dienstes für Abhängigkeiten mit Erfolg umgesetzt worden ist. Zum anderen finden Sie einen kunstvoll gestalteten Bildband mit ansprechenden, farbenfrohen, tiefgründigen Abbildungen, die uns einen lebendigen Eindruck davon schenken, was es heißt mit kreativen Medien in der Gesundheitsförderung, Prävention und Therapie tätig zu werden. Das Werk spiegelt die Kraft wider, die dem Ansatz innewohnt und der sowohl bei MitarbeiterInnen, als auch bei PatientInnen seine konkrete Wirkung zeigt. Ganz im Sinne des Titels „Kreativität wirkt heilsam“ wünsche ich diesem Buch und seiner Autorin viel Erfolg. Möge es in seiner Konkretheit vielen Menschen Mut machen und Möglichkeiten aufzeigen, um neue Wege in der Gesundheitsversorgung zu gehen und ein heilendes Umfeld zu schaffen.
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